Beeinträchtigt der Windpark das Landschaftsschutzgebiet
"Ammering-Stubalpe"?



Die Abwägung der Interessen zwischen den Zielen der Energiegewinnung aus Windkraft und den Zielen des Landschaftsschutzes wurde im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den Sachbereich Windenergie (LGBI. 72/2013) vorgenommen. Für den Standortraum hat das Amt der Steiermärkischen Landesregierung eine Vorrangzone für Windenergie ausgewiesen; dies geschah bereits unter Berücksichtigung des Landschaftsschutzgebietes.



Beeinträchtigt der Windpark traditionelle Veranstaltungen wie den Klarakirtag oder die Feldmesse bei der Marienstatue?



Nein. Zum Klarakirtag: Die geplanten Windräder stehen nicht im Bereich des Klarakirtags. Auch in der Bauphase wird dieser nicht gestört, da die Zufahrt generell über das Salzstiegl erfolgt. Die Veranstaltungen bei der Marienstatue werden vom Windpark nicht beeinflusst, da sich die Windräder alle hinter der Marienstatue befinden. Optisch wird man die Windräder natürlich sehen, jedoch sind auch die bestehenden Windräder am Gaberl im unmittelbaren Blickfeld.



Hat der Windpark Auswirkungen auf die Lipizzaner,
die am Brandkogel weiden?



Nein. Laut Gutachten des Institut für Tierökologie und Naturraumplanung ÖKOTEAM, sind keine nachteiligen Auswirkungen auf die Lipizzaner zu erwarten. Basis dieses Gutachtens sind Beobachtungen der Tiere in Bezug auf den bestehenden Windpark Gaberl sowie einschlägiger Fachliteratur. Zusätzlich wird mit der Stellungnahme vom Bundesgestüt Piber, eine Absiedelung der Lipizzaner aus Piber ausgeschlossen.



Wie konkret soll der Windpark Stubalm aussehen?



Geplant sind 20 Windenergieanlagen (WEA), die über eine Nennleistung von 3,2 Mega-Watt, Nabenhöhen zwischen 92,5 und 127,5 Meter und einem Rotordurchmesser von 113 Metern verfügen. Die gesamte Bauhöhe beträgt somit zwischen 149 und 184 Meter, die gesamte installierte Leistung 64 Mega-Watt.



Warum werden genau 20 Windräder gebaut?



Im Sachprogramm ist vorgegeben, dass mindestens 20 MW elektrische Gesamtleistung gebaut werden muss.

Die Anzahl der Windräder ergibt sich aus den Windmessungen und der bestmöglichen Nutzung der Vorrangzone. Im Rahmen der 3-jährigen Projektierungsphase hat sich diese Anzahl dann ergeben.


Sind die Windräder vom Tal aus sichtbar?



Eine Sichtbarkeit ist vom Bezirk Voitsberg aus, nur an einigen wenigen Stellen gegeben.



Wo konkret befindet sich der Windpark Stubalm?



Auf den Gemeindegebieten Hirschegg-Pack und Maria Lankowitz im Bezirk Voitsberg, sowie auf dem Gemeindegebiet Weißkirchen im Bezirk Murtal. Die geplanten Windkraftanlagen liegen zur Gänze innerhalb der Vorrangzone Gaberl des Entwicklungsprogramm für den Sachbereich Windenergie, die von der öffentlichen Hand aufgrund der besonderen klimatischen Bedingungen definiert wurde.



Welche Maßnahmen wurden getroffen, um eine ökologische Verträglichkeit zu gewährleisten und die Alm als natürlichen Erholungsraum zu erhalten?



Von Beginn an wurde mit externen Experten zusammengearbeitet und mit allen Beteiligten das offene Gespräch gesucht. Einige der Maßnahmen:


In der Planung wurde gesondert darauf Bedacht genommen, dass gekennzeichnete Wanderwege nicht beeinträchtigt werden. Auch durch die Bautätigkeiten wird es keine Beeinträchtigung der Wanderer geben, da die Wegvorbereitungen auf den Wanderwegen in der Nacht erfolgt.

Der erforderliche Abstand zu Wanderwegen ist groß genug, um die Gefahr des Eiswurfes zu minimieren.

Was den Lärm durch die Windräder betrifft, wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt, die bestätigen, dass die Lärmbelästigung zu vernachlässigen ist.
Für die Lipizzaner ist keine Beeinträchtigung gegeben, bereits bestehende Windräder in der Nähe zur Weide werden von den Pferden auch "ignoriert".
Für die Raufußhühner wird ein Ausgleichsraum geschaffen, um vielleicht verlorenen Lebensraum neu bereitzustellen - bereits im Gange.

Es gibt keine Rodungs- und Bautätigkeiten in der Hauptbalzzeit des Auerhahns und 2 Stunden nach Sonnenaufgang.

Ameisenhügel werden überprüft und falls erforderlich umgesiedelt.

30 Vogelnistkästen und 50 Fledermauskästen werden montiert.

Eine ökologische Bauaufsicht wird eingerichtet, es gibt 33 verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Pflanzenwelt.



Wie viele Haushalte können durch den Windpark
mit Strom versorgt werden?



Ein modernes Windrad liefert laut IG Windkraft in der Regel Strom für ca. 2.000 Haushalte. Das entspricht bei den geplanten 20 Anlagen auf der Stubalm 40.000 Haushalten - fast doppelt so viele wie es im Bezirk Voitsberg gibt (22.155 Haushalte, laut Statistik 2014 des Landes Steiermark).



Wer ist Projektbetreiber?



Die Stubalm Windpark Penz GmbH, als 100%ige Tochter der Ökoenergie Penz GmbH. Geschäftsführer ist Ing. Franz Penz, der mit der Ökoenergie Penz GmbH seit 1990 bereits zahlreiche Projekte im Bereich erneuerbare Energien erfolgreich umgesetzt hat.



Wie wird das Projekt finanziert?



Den Großteils des Projekt haben wir, als Firma Penz, über Betriebsmittelkredite finanziert. Mittels Crowdfunding wurden in nur 10 Tagen im November 2016, über die Plattform Green Rocket 250.000 Euro gesammelt. Damit ist die Finanzierung des UVP-Verfahrens gesichert, die 156 Investoren stammen zur Gänze aus Österreich.



Welche Wertschöpfung ist mit dem Windpark verbunden?



Pro errichtetem Windrad fließen rund 4,7 Millionen Euro in die österreichische Wirtschaft. Rund 500 Millionen Euro beträgt der Umsatz der österreichischen Zulieferer- und Dienstleistungsunternehmen in diesem Bereich, mit einem jährlichen Wachstum von bis zu 25 %. (Quelle: IG Windkraft)