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Ökologie

Ökologische Maßnahmen und ökologischer Bauzeitplan

Um die Beeinträchtigung durch die Bautätigkeiten so gering wie möglich zu halten, wurden die Bauzeiten an ökologisch sensible Phasen angepasst. Forstliche Maßnahmen dürfen beispielsweise nur außerhalb der Brutzeit von Vögeln und der für Wildtiere energetisch kritischen Wintermonate durchgeführt werden. Die Arbeiten finden daher nur tagsüber statt.

Um trotzdem Rückzugsmöglichkeiten für Tiere zu bieten, wurden im erweiterten Umfeld des Gebiets großflächige Waldbestände gesichert. Diese Flächen werden während der gesamten Lebensdauer des Windparks nachhaltig bewirtschaftet und standortbezogen gepflegt.

Erfahren Sie im Folgenden, wie wir den Schutz der Natur mit nachhaltiger Energiegewinnung vereinen.

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Rekultivierung

Bereits während und nach der Bauphase werden die Eingriffsflächen im Projektgebiet kontinuierlich renaturiert. Dafür wird die zuvor geborgene und separat gelagerte oberste Bodenschicht, der Oberboden, wieder aufgebracht. Der Erhalt der Bodenschichten ist sowohl für Bodenlebewesen als auch den Anwuchserfolg von Pflanzen und Bäumen wichtig.

Unterstützende Maßnahmen

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Wiederbewaldung und Waldaufwertung

Auf gesicherten Waldflächen im Umfeld des Projektgebietes wird ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt, das nicht nur Wildtieren, sondern allen im Projektgebiet vorkommenden Tier- und Pflanzenarten zugutekommt. Durch die Sicherung und Freistellung von großen Altbäumen bleiben wertvolle Lebensraumelemente erhalten.  Diese Bäume haben aufgrund ihres Stammdurchmessers zudem das Potenzial, sich zu Quartierbäumen für Vögel und Fledermäuse zu entwickeln.

Förderung von Totholz

Pflanzung standortgerechter und klimafitter Baumarten

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Umweltbaubegleitung und Umweltbauaufsicht

Das Projekt Windpark Stubalm wird von einer Vielzahl an ökologischen Maßnahmen begleitet.

Bereits vor Baubeginn und während den Bautätigkeiten wird eine erfahrene Umweltbauaufsicht beauftragt, welche als externes Fachbüro unabhängige Kontrollen für die Naturschutzbehörde übernimmt. Zusätzlich werden Biologinnen und Biologen der Energie Steiermark für die fachlich korrekte Umsetzung und Kontrolle der Einhaltung von behördlich auferlegten Maßnahmen und Auflagen eingesetzt. Gemeinsam stellen sie sicher, dass sensible Lebensräume geschützt und Ausgleichs- sowie Ersatzmaßnahmen fachgerecht umgesetzt werden.

Durch regelmäßige Baubesprechungen, gezielte vor Ort-Begehungen und eine enge Abstimmung mit allen beteiligten Personen überwachen sie den Baufortschritt und reagieren sofort auf mögliche Abweichungen. Jährliche Zwischenberichte und ein detaillierter Endbericht an die Naturschutzbehörde dokumentieren unsere Arbeit transparent und nachvollziehbar.

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Waldameisen

Vor Beginn der Bauarbeiten wurden die Waldameisenhaufen innerhalb der Eingriffsflächen sowie entlang der Forststraßen- und Wanderwegböschungen erfasst und markiert. Sobald die Arbeiten in diesen Bereichen starten, werden die Ameisenhaufen in Zusammenarbeit mit geschulten Experten schonend außerhalb der Bauflächen umgesetzt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Ameisenhaufen in sicherer Entfernung und außerhalb des Baufeldes auf einen geeigneten Standort versetzt werden. Zusätzlich wird den Ameisen in den darauffolgenden Tagen Futter angeboten, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern. Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass die lokale Ameisenfauna weiterhin bestehen bleibt und ihre wertvolle ökologische Funktion im Gebiet ausüben kann.

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Reptilien

Wir haben gezielte Maßnahmen ergriffen, um den Lebensraum der heimischen Reptilien zu schützen und zu fördern. Bereits vor Baubeginn wurden Ast- und Steinhaufen angelegt, um Reptilien wie beispielsweise der Bergeidechse wichtige Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten zu bieten. Diese Strukturen bleiben über die gesamte Bauzeit hinweg erhalten, sodass den Tieren ein durchgängiger, geschützter Lebensraum zur Verfügung steht. So wird sichergestellt, dass die im Gebiet vorkommenden Reptilienarten auch während der Bauphase und darüber hinaus geeignete Lebensräume finden und ihre ökologische Funktion weiterhin ausüben können.

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Fledermäuse

Da bei den Schlägerungen auch Fledermäuse betroffen sein könnten, haben wir besondere Sorgfalt walten lassen. Vor den Arbeiten wurden die Flächen sorgfältig auf mögliche Quartiere von Fledermäusen überprüft. Bäume, die als Quartier infrage kamen, wurden behutsam und in Anwesenheit eines Fachexperten umgelegt, um die Tiere zu schützen. Zusätzlich haben wir im Projektgebiet 50 Fledermauskästen angebracht, um den Fledermäusen neue und sichere Quartiermöglichkeiten zu bieten.

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Schutz angrenzender Biotope

In die Projekt-Planung fließen die Ergebnisse der langjährigen Untersuchungen der einzelnen technischen und ökologischen Fachbereiche, wie Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume ein. So konnte er Standort der Anlagen optimiert und sensiblere Lebensräume durch Anlagenverschiebung großzügig ausgespart werden.

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Pflanzen

Vegetationsökologisch wertvolle Bereiche wurden bereits in der Planung ausgespart. Diese Pflanzen wurden markiert und werden während der Bauphase in benachbarte, geeignete Lebensräume umgesetzt. Durch diese Umsiedlung schützen wir die lokalen Bestände und schaffen gleichzeitig die Grundlage dafür, dass die umgesetzten Pflanzen künftig zur Wiederbesiedlung der Eingriffsflächen beitragen können.

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Wild

Die Schlägerungen und Bautätigkeiten werden auch das Wild in der Umgebung beeinflussen. Um diesen Einfluss auszugleichen und den Tieren ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, haben wir im erweiterten Umfeld des Gebiets großflächige Waldbestände gesichert und ökologisch aufgewertet. Diese Flächen werden während der gesamten Lebensdauer des Windparks nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt. Auf diese Weise schaffen und erhalten wir ökologisch wertvolle Waldgebiete, die Wildtieren wie Auer- und Birkwild, sowie Rehen einen geschützten und ungestörten Lebensraum bieten.

Mehr zum Schutz windkraftsensibler Arten

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Amphibientümpel

Im Projektgebiet werden zusätzlich vor Baubeginn Amphibientümpel angelegt, um den Lebensraum für heimische Amphibienarten wie Grasfrosch und Bergmolch zu optimieren. Geplant sind insgesamt vier Tümpel an zwei Standorten. An jedem der beiden Standorte wurden Tümpel mit einer Wasserfläche von mindestens 75 m² angelegt, sodass insgesamt 150 m² neue Wasserlebensräume entstehen.

Die Tümpel wurden mit sanften Böschungen gestaltet und über natürliche Übergänge miteinander verbunden. Die Sohle wurde so modelliert, dass unabhängig vom Wasserstand Flachwasserbereiche bestehen bleiben. Dadurch bilden sich verschiedene Lebensräume für Amphibien, Wasserinsekten und andere Kleintiere. Flach auslaufende, natürlich gestaltete Ufer erleichtern den Amphibien den Zugang zum Wasser und bieten geeignete Bereiche für die Fortpflanzung. Die Gewässer führen zumindest im Zeitraum von März bis Juni Wasser, also während der wichtigsten Fortpflanzungszeit vieler Amphibienarten. Aufgrund der gewählten Standorte ist jedoch davon auszugehen, dass sie auch darüber hinaus dauerhaft Wasser führen.

Für eine stabile Wasserführung werden die Tümpel fachgerecht abgedichtet und mit natürlichen Materialien wie Sand, Kies und Steinen gestaltet. Dadurch entstehen naturnahe Gewässer, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen und langfristig zur Förderung der Artenvielfalt im Projektgebiet beitragen.

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